mex Admin


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 | Thema: Kann man Schmerz messen? 29/06/10, 09:58 am | |
| Schmerzen können unerträglich sein - bleiben aber immer eine subjektive Empfindung. Ein Problem besonders bei Patienten, die nicht sagen können wo es wehtut, wie etwa Babys.

Klaus |
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Tourist Foren-Ass


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 | Thema: Re: Kann man Schmerz messen? 29/06/10, 10:20 am | |
| Ein praktischer Arzt und ein Tierarzt stritten über die Fähigkeit ein Krankheitsbild
zu finden.
Der Tierarzt sagte dazu, " Du hast es leicht, fragst den Patienten wo es wehtut."
"Nein mein lieber Kollege, ich untersuche und dann weiß ich was der Patient hat."
Der Tierarzt wurde krank und rief den praktischen Arzt zur Hilfe.
Der kam auch sofort, beugte sich über den Tierarzt und fragte:" Wo tut´s denn weh?"
Der Tierarzt grinste mit schmerzverzogenem Gesicht und sagte: " Muh."
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Luna Admin


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 | Thema: Re: Kann man Schmerz messen? 04/07/10, 08:43 pm | |
| „Schmerz ist das, was der Betroffene über die Schmerzen mitteilt, sie sind vorhanden, wenn der Patient mit Schmerzen sagt, dass er Schmerzen hat“ ( MC Caffery 1968)
Quelle: www.dgpalliativmedizin.de (30.10.2007)
Wenn wir uns diese Definitionen vor Augen halten, dann müssen wir erkennen, dass so unterschiedlich Menschen in ihren Empfindungen und Wahrnehmungen sind, so unterschiedlich definieren sie den gespürten Schmerz. Das Erleben von Schmerzen wird durch emotionale und soziale Faktoren stark beeinflusst.
Was geschieht in unseren Körper bei der Wahrnehmung des Schmerzes? Schmerzrezeptoren leiten den Schmerz ins Zentralnervensystem zur Informationsverarbeitung. Die Schmerzrezeptoren leiten die Reize immer mit der gleichen Qualität weiter, nur die Wahrnehmung im Zentralnervensystem kann sich verändern.
Die Einteilung des Schmerzes erfolgt in akuten Schmerz und in chronischen Schmerz. Die Schmerzempfindung kann durch Überanstrengung beeinflusst werden.
Folgende Faktoren können das Schmerzempfinden beeinflussen. Soziokulturelle Faktoren: Jede Schmerzempfindung ist durch Erziehung, gesellschaftliche Werte, durch Erfahrungen und das Alter geprägt. Ältere Mednschen glauben oft die Schmerzen gehören zum Alterungsprozess, sie habe ja in der Vergangenheit schon stärkere Schmerzen ertragen müssen oder sie verhalten sich völlig entgegengesetzt. Emotionelle Faktoren: Durch intensive Konzentration und Anstrengung kann die Schmerzempfindung blockiert werden. Ein Beispiel wäre die Reaktion bei einem Unfall oder akut bedrohlichen Situationen, oft sind erst später die Schmerzen spürbar. Die Übermittlung der Diagnose Krebs ist auch eine solche Ausnahmesituation.
Zur Verstärkung des Schmerzes führen Isolation, mangelnde Zuwendung, Angst und Depressionen. Der Schmerz kann auch Angst, Verzweiflung, Traurigkeit, Frustration, Depression und Überreizung verursachen. Menschen mit einem Gefühl der Schwäche haben ein höheres Schmerzempfinden, da die Schmerzschwelle herabgesetzt ist. Depressionen und Schlafstörungen können die Folge von lang anhaltenden Schmerzen sein. Gefühle wie Hilflosigkeit, Verlust der sozialen Stellung, finanzielle und berufliche Schwierigkeiten können die Folge von Schmerzen sein.
Wir unterscheiden den Schmerz in verschieden Arten. Akuter Schmerz Was verstehen wir unter dem akuten Schmerz? Er ist plötzlich, häufig von kurzer Dauer, gut lokalisierbar und die Ursache ist oft bekannt. Zu nennen ist der somatische Schmerz, wie Verletzungen der Haut, Knochen, Weichteile. Weiter sprechen wir von dem viszeralen Schmerz, er betrifft die Hohlorgane. Der Schmerz ist dumpf und schwer zu lokalisieren. Zu nennen ist auch im Bereich des akuten Schmerzes der übertragbare Schmerz. Der Schmerz wird nicht an dem eigentlichen Verletzungsgebiet wahrgenommen. Die neurogenen Schmerzen können auch akut auftreten. Der Schmerz ist elektrisierend oder brennend, es kann eine Störung der Sensibilität vorliegen. Akute Unterbauchbeschwerden können diese Schmerzform mit sich bringen.
Chronischer Schmerz Nicht immer ist die Ursache der Schmerzen bekannt, die Schmerzlinderung steht im Vordergrund. Chronische Schmerzen können sich durch immer wiederkehrende akute Schmerzen, die im Intervall auftreten, entwickeln. Der chronische Schmerz kann zeitlich begrenzt auftreten, z. B. Schmerzen nach Verbrennungen, Krebsschmerzen. Wir sprechen auch von chronisch gutartigen Schmerzen, sie haben keine lebensbedrohliche Ursache, z. B. rheumatische Arthritis, Phantomschmerz, Rückenschmerzen verschiedener Ursachen.
Zentraler Schmerz Im Gehirn werden Impulse ausgelöst, die als Schmerzreize wahrgenommen werden, die Auslöser sind Tumore, Entzündungen, Traumen oder Gefäßverletzungen.
Psychogener Schmerz Dieser Schmerz hat keine physiologische Ursache, wird aber von den Betroffenen real empfunden wahrgenommen.
Der Schmerz ist ein wichtiges Warninstrument und unser Organismus reagiert unwillkürlich auf Schmerzreize. Diese Wahrnehmung ist wichtig und wir brauchen sie für die Bewältigung des Alltages. Bei akuten Schmerzsituationen können die Frauen mit Veränderungen im Herz- Kreislaufsystem, Veränderung der Atemfrequenz bis hin zur Ohnmacht, Schweißausbruch oder mit Schutzreflexen reagieren. Es liegt an uns diese Signale zu erkennen und entsprechende Maßnahmen einzuleiten. Es gibt kein bestimmtes Verhalten, die Signale der Frauen besonders beim Erkennen des chronischen Schmerzes sind sehr unterschiedlich. Im Rahmen von Gesprächen können wir mit detaillierten Fragen das Schmerzproblem herausfinden.
Zur Schmerztherapie gehört die Messung der Schmerzqualität, die Lokalisierung muss ermittelt werden und die Schmerzintensität sollte festgestellt werden. Die Schmerzintensität kann nur mittels einer Schmerzenskala erfasst werden. Mit Hilfe des McGill- Schmerzfragebogens kann die Schmerzqualität bestimmt werden. Das Schmerztagebuch zeigt den Zusammenhang mit den Alltagsaktivitäten auf. So kann Einfluss auf eventuelle Störfaktoren genommen werden.
Quelle: www.wfi.ch (30.10.2007)
Zu der medikamentösen Behandlung des Schmerzes können schmerzlindernde Maßnahmen eingeleitet werden. Einige Maßnahmen sollten genannt werden. Die frühzeitige Gabe von Schmerzmedikamenten, psychische Betreuung wie Trost, Zuwendung, beruhigende Einreibungen, Anwendung von Kälte und Wärme, bequeme Lagerung nach kinästhetischen Gesichtspunkten, bedarfsgerechtes Raumklima und die Geräuschkulisse sollte sich den Bedürfnissen anpassen. Entspannungstechniken wie autogenes Training oder progressive Muskelentspannung, oder Einbeziehung von Musik kann die Therapie unterstützen.

Unsere Freude beginnt dort, wo wir andere zum Lächeln bringen. Luna |
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mex Admin


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 | Thema: Re: Kann man Schmerz messen? 29/10/10, 01:49 pm | |
| Schmerzen können unerträglich sein - bleiben aber immer eine subjektive Empfindung. Ein Problem besonders bei Patienten, die nicht sagen können, wo es wehtut, wie etwa Babys. Tara Renton vom King`s College in London entwickelte ein Verfahren, mit dem sich die Schmerzintensität anhand des Sauerstoffgehaltes im Blut bestimmen lässt. Mithilfe eines besonderen Hirnscans, genannt Arterial Spin Labelling (ASL, Grafik) wird die Menge an Sauerstoff im Gehirn gemessen. Je höher die Menge an Sauerstoff im Blut ist, desto intensiver der Schmerz. Grund: Mit dem Sauerstoff sammelt der Körper Energie gegen die Pein.

Klaus |
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