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Zinsenklau

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Knurro-Knurreck
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BeitragThema: Re: Zinsenklau   04.01.18 16:32Eine Antwort erstellen

Izinyoka schrieb:
Wir reden hier aber ueber ein Multikonzern mit ueber 370.000 MA welt weit, und nicht ueber Mittelstaendler mit 100 bis 300 Mitarbeitern.Und diesem Konzern sollte es doch moeglich sein  einen Standort zu erhalten, zumal in einer strukturarmen Gegend.

Das meine ich auch. Und die Politiker sind zur Zeit so mit sich selbst beschäftigt, dass sie hier überhaupt nicht ihr Maul aufbringen.
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Knurro-Knurreck
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BeitragThema: Re: Zinsenklau   04.01.18 16:38Eine Antwort erstellen

mex schrieb:


wenn Aktionäre betroffen sind - was würden die zum Thema sagen

Die würden auf ihre Aktien-Kurven schauen. Die wissen doch gar nicht, was es für eine Stadt bedeutet, wenn dort tausende Arbeitsplätze verloren gehen. Vgl. auch den Max-Beitrag auf der ersten Seite. Darin geht es nicht um Menschen, sondern ausschließlich um Gewinnmaximierung.
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mex
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BeitragThema: Re: Zinsenklau   04.01.18 16:40Eine Antwort erstellen

Knurro-Knurreck schrieb:
mex schrieb:


wenn Aktionäre betroffen sind - was würden die zum Thema sagen

Die würden auf ihre Aktien-Kurven schauen. Die wissen doch gar nicht, was es für eine Stadt bedeutet, wenn dort tausende Arbeitsplätze verloren gehen. Vgl. auch den Max-Beitrag auf der ersten Seite. Darin geht es nicht um Menschen, sondern ausschließlich um Gewinnmaximierung.

Ich habe beim Schreiben an unseren Hermann gedacht der spart Geld um sich als Aktionär zu beteiligen
.


Zu wissen, was man weiß, und zu wissen, was man tut, das ist Wissen.
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Herrmann
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BeitragThema: Re: Zinsenklau   04.01.18 16:48Eine Antwort erstellen

mex schrieb:


Ich habe beim Schreiben an unseren Hermann gedacht der spart Geld um sich als Aktionär zu beteiligen

Siemens heute 119,62 € ein plus von 3,14€ oder 2,7% .aber für Kleinaktionäre ist das doch nicht mehr als für einen normalen Sparer .
Wenn man da zwei Aktien hat ,ein enormer Gewinn .
.


Vergebung ist das erste Anzeichen von Altersschwäche
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BeitragThema: Re: Zinsenklau   04.01.18 17:22Eine Antwort erstellen

"Arbeitsameisen" und ihre Schicksale haben noch nie interessiert.

Siemens hat unlukrative Sparten und wird in absehbarer Zeit ausgeweidet. Auch die Anleger gucken in die Röhre. Ein Global Player schluckt den Rest.
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Knurro-Knurreck
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BeitragThema: Re: Zinsenklau   04.01.18 17:41Eine Antwort erstellen

FreundlicheUserin schrieb:
"Arbeitsameisen" und ihre Schicksale haben noch nie interessiert.

Siemens hat unlukrative Sparten und wird in absehbarer Zeit ausgeweidet. Auch die Anleger gucken in die Röhre. Ein Global Player schluckt den Rest.

Mal den (chinesischen) Teufel nicht an die Wand.
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BeitragThema: Re: Zinsenklau   04.01.18 17:49Eine Antwort erstellen

Ob ein chinesischer Teufel auf Siemens scharf ist? Möglich wäre es. Weißt Du etwas?
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Knurro-Knurreck
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BeitragThema: Re: Zinsenklau   04.01.18 18:13Eine Antwort erstellen

FreundlicheUserin schrieb:
Ob ein chinesischer Teufel auf Siemens scharf ist? Möglich wäre es. Weißt Du etwas?

Die Chinesen haben sich doch den für die Industrie (insb. Autoindustrie) wichtigen Fertigungsroboter-Hersteller Kuka gekrallt. Für mich eine ganz schlimme Unterlassung der in der Wirtschaftspolitik tätigen Politiker. Diese hätten auf die Führungskräfte zumindest der Autoindustrie einwirken müssen, dass die Firma Kuka insoweit finanziell gestützt wird, dass sie vor den Chinesen geschützt ist. Und Siemens hat ebenfalls lukrative Sparten, die für die Chinesen interessant sein könnten. Aber die Blindfische in der Politik schnallen ja nix.
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Max van Maier
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BeitragThema: Re: Zinsenklau   06.01.18 7:46Eine Antwort erstellen

Luna schrieb:


Na ganz wunderbar very happy

Vermutlich hast du es nicht bemerkt, es ging hier um Werte, um Kleinsparer und auch um die Erziehung der Kinder. Es gibt Menschen die ganz normal ihrer Arbeit nachgehen und ein wenig zurücklegen wollen, wenn die anfangen zu "investieren" geht es meist daneben.
Da ist es bald besser sich etwas Geld unter das Kissen zu legen. Der Kleinsparer legt etwas zurück um eine Reserve zu haben, eventuell für Anschaffungen wie Möbel oder das neue Auto. Fondanleger legen oft sogar Geld aus Krediten an und finanzieren ihr Auto über die Bank. Reich wird davon keiner, aber verlieren kann man gut.
Es gibt eine endlose Serie von Skandalen um geschlossene Fonds, über Beteiligungen an Schiffen, Immobilien oder Filmprojekten, Wohnhäuser, Hotels oder Einkaufszentren. Was in Hochglanzprospekten angeboten wird, entwickelt sich immer oft zum Desaster. Bei einer Pleite haften die Anleger. Wenn irgendwo auf der Welt Geld verloren wird sind, deutsche Fonds oft nicht weit, egal ob Bauprojekte in Dubai, Plattenbauten im Osten, am Besten noch Schiffsfonds wie Beluga.

Ein Tipp vorweg. Niemand der sich hier im Thread geäußert hat, sollte eigenständig Geld anlegen.

Ich schrieb von ETFs. Exchange-Traded Fund oder auch Indexfond. D.h., die Investitionen werden so getätigt, das sie ziemlich genau einen bestimmten Index widerspiegeln. Das kann der Dax sein, der MDAX oder TecDAX. Das können Indexes aus aller Herren Länder sein, wie der S&P oder der Nikkei. Nimm den deutschen DAX. Hier sind die 30 größten und mit der größten Liquidität ausgestatten deutschen, börsennotierten Unternehmen gelistet. In diese investieren ETF und zwar genau in der Zusammenstellung, in der sie im Index gewichtet sind. D.h., die Kurssteigerungen des DAX wären jetzt deine Kursgewinne. Der DAX hat im letzten Jahr um 12, irgendwas Prozent zugelegt. Das wäre dein Kursgewinn im letzten Jahr. Vor drei Jahren, Anfang 2015 stand der DAX bei ungefähr 9.500 Punkten. Stand gestern bei über 13.000 Punkten. Das sind über 30 % Zunahme. Das wäre dann deine Bruttorendite in den letzten 3 Jahren. In ETFs kann man per Sparplan investieren. Ab 25 € gehts los. Mehr Kleinsparer geht kaum. Vorteil, Direktbanken verzichten auf einen Ausgabeaufschlag. Fast immer wird auf Depotgebühren verzichtet. Die Ordergebühren sind minimal. Denn ETFs werden im Gegensatz zu klassischen Fonds nicht aktiv gemanagt. Da werkeln Rechner im Hintergrund, die ständig kaufen und verkaufen um eben genau die Zusammensetzung des Indexes darzustellen, auf dem sie basieren. Deshalb liegen die Kosten bei ETFs bei maximal 0,5 %, während es bei klassischen Fonds auch mal das Zehnfache sein kann. Diese max. 0,5 % sind ein Wert, den man bei der Rendite von z.B. gut 12 % im letzten Jahr, getrost vernachlässigen kann. Verluste auf lange Zeit sind kaum zu befürchten. Dann müssten die 30 größten deutschen, börsennotierten Unternehmen gleichzeitig abstürzen. Denn du hast in alle investiert. Nimm den amerikanischen S&P. Dort sind 500 Unternehmen gelistet. Bei einem auf den S&P basierten ETF würdest du gleichzeitig in die 500 größten, amerikanischen, börsennotierten Unternehmen investieren. Was meinst du, wie groß hier die Chance eines Totalabsturzes ist? Würde dieser Fall eintreten, dann wäre die Wirtschaft zusammengebrochen. Dann würden alle verlieren. Die Anleger ihr Geld und die Arbeitnehmer ihre Jobs. Es wäre das Ende unseres Wirtschaftssystems.

Das größte Risiko ist die Angst. Vor allem Kleinanleger reagieren oft panisch auf kleinste Kursschwankungen nach unten. 2015 stürzten mehrere Indexes in kurzer Zeit ab. Kleinanleger zogen ihr Geld ab. Weltweit wurden unzählige Verkaufsorder gesetzt. Plötzlich gab es nicht mehr genug Käufer. Das aber ist die Stunde der Großanleger, der klassischen Fonds, der Hedgefods und der Spekulanten. Jetzt werden einzelne, vielversprechende Werte herausgepickt und billig gekauft. Nachdem sich die Kurse wieder erholt hatten, wurde verkauft. Die Großen haben Milliarden verdient. Die Kleinen haben dumm aus der Wäsche geschaut. Es ist das absolut dümmste, bei einem Kurssturz panisch zu verkaufen, wenn man seine Investitionen so breit gestreut hat. Zurücklehnen und warten. Ich lege selbst jeden Monat 150 € in einen Dax basierten EtF an. Geld habe ich noch nie abgezogen. Und ich schaue mir Jahr für Jahr die Wertentwicklung an und bin völlig entspannt, wenns mal etwas nach unten geht. Wie gesagt, allein in den letzten 3 Jahren über 30 % Rendite. und ich tue dafür...? Ja, eigentlich nichts, außer dafür zu sorgen, das mein Konto am Monatsanfang gedeckt ist, damit die Bank abbuchen kann. Bequemer kann man kein Geld verdienen.

Der klassische Fonds dagegen wird aktiv gemanagt. Es gibt einen Fondmanager, der das Geld der Anleger investiert. Der klassische Fond ist bestrebt, eine bessere Performance abzuliefern, als der Index. Deshalb ist diese Anlage für viele interessant. Denn gerade Großanleger, Hedgefonds und Spekulanten sind wenig an einer durchschnittlichen Rendite interessiert. Hier gehts um absolute Gewinnmaximierung. Deshalb sollte man hier auch von Anfang an Verluste einkalkulieren. Wer das nicht stemmen kann - Finger weg! Die von dir angesprochenen Fonds, werte Luna, gehören zu den hochspekulativsten Anlagen. Das sollte man Profis überlassen und Leuten, die auch einen Totalverlust verkraften können. Denn hier ist alles möglich. Von der extrem hohen Rendite bis hin zum totalen Verlust. Diese Anlagen sind für Kleinanleger ungefähr so gut geeignet, wie für den Autofahrer abgefahrene Sommerreifen im Winter bei Blitzeis! Grundsätzlich gilt sowieso, beschäftige dich mit Geldanlagen und investiere nur in die Anlagen, die du selbst verstehst. Wer auf Hochglanzprospekte schaut, ist einfach nur selten dämlich! Bei einem Investment interessiert mich das Geschäftsfeld der Firma. Mich interessiert die Zukunftsprognose. Mich interessieren die Bilanzen und alles solche Dinge. Was mir kilometerweit am Arsch vorbeigeht, sind bunte Bildchen von was auch immer.

Viele beschäftige sich gar nicht mit Geldanlagen. Sieht man ja an den Kommentaren hier. Nur 10 min am Tag und so mancher könnte nebenbei gutes Geld verdienen. Menschen wenden Tage und Wochen dafür auf, um eine Urlaubsreise zu planen. Der Kauf einer Hose, Jacke oder anderer Kleidung darf gerne mal ein paar Stunden dauern. Für jeden Scheiß hat man Zeit. Aber verdammte 10 min am Tag für seine Geldanlagen sind nicht drin? Das überlässt man völlig fremden Menschen, die einem Geschichten erzählen und (vielleicht) bunte Bildchen zeigen? Wo sind hier die Prioritäten? 30 Minuten. Das ist die Zeit, die ich täglich in meine privaten Anlagen investiere. Und fast immer heißt das monatelanges Beobachten, Prüfen und warten, bis sich das eine Geschäft ergibt. Das muss dann klappen, denn ich habe keine Millionen zur Verfügung, mit denen ich um mich schmeißen kann. 2015 beim Absturz der Indexes und den folgenden Panikverkäufen der Kleinanleger war ein sehr gutes Jahr. Da konnte ich ich in wenigen Wochen mehr verdienen, als ein deutscher Handwerker im ganzen Jahr. 2012 war der Schuldenschnitt Griechenlands. Ein phantastisches Jahr. Hier war plötzlich eine Rendite von 50 % und mehr drin. Also hieß es zuschlagen. Das waren genau die Momente, auf die ich das ganze Jahr warte. Investiert wird in der Krise. Dann kann man gut verdienen. Was meinst du wohl, wie wir uns 2 oder oder manchmal 3 nicht gerade günstige Urlaubsreisen im Jahr finanzieren? Oder wie ich mir aus Spaß 2 Autos leiste, die ich eigentlich nicht im geringsten brauche? Was glaubst du wie wir unsere Wohnung in einer teuren Wohnanlage mit allen Annehmlichkeiten finanzieren? Vom Gehalt meiner Frau, die in der Besoldungsgruppe A7 ist bestimmt nicht. Nicht mal mein wirklich sehr gutes Gehalt würde ausreichen, um uns das Leben so zu gestalten, wie wir es seit Jahren tun. Hätten wir allein unsere Gehälter, dann müssten wir auf manches verzichten. Da wir das nicht wollen, wird der böse Max weiterhin fleißig in verschiedene Anlagen investieren, um auch in Zukunft ein angenehmes Leben führen zu können!

Ihr dürft wieder jammern und weinen! Ich muss jetzt was tun!
.


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BeitragThema: Re: Zinsenklau   06.01.18 8:02Eine Antwort erstellen

Hier übrigens mal ein Zinsrechner für einen 20-jährigen Sparplan mit 150 € monatlicher Einzahlung bei einer 8 %-igen Verzinsung. Anfangskapital auf Null Euro, Sparrate auf 150 €, Verzinsung auf 8 % und Ansparzeit auf 20 Jahre setzen. Ergebnis ansehen! Das wäre in etwa die vermutliche Rendite bei einem Investment in einen durchschnittlichen ETF.  


https://www.zinsen-berechnen.de/sparrechner.php


36.000 € Einzahlung.
Knapp 86.000 € Auszahlung nach 20 Jahren.


Abzuziehen wäre die Abgeltungssteuer (25 % + Soli) bei Auszahlung auf den Ertragsanteil, wenn keine staatliche Förderung besteht. Nimmt man staatliche Förderungen in Anspruch, wird die Steuer unter Umständen auf den gesamten Auszahlungsbetrag fällig.



.


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BeitragThema: Re: Zinsenklau   06.01.18 16:48Eine Antwort erstellen

Ich denke die meisten Menschen haben weniger ein Problem damit wie sie in was investieren sollen als viel mehr damit sich Geld für das nächste Auto, die nächste Gas-oder Öltankfüllung, die Ausbildung ihrer Kinder, eine notwendige Reparatur oder Modernisierung am Eigenheim anzusparen.
.


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BeitragThema: Re: Zinsenklau   06.01.18 17:14Eine Antwort erstellen

Die Deutschen Privathaushalte verfügen laut Bundesbank über ein Vermögen von mehr als 5,5 Billionen Euro. Dabei sind in diesem Wert noch nicht mal Immobilien enthalten. Da ist einiges da, mit dem man arbeiten könnte.

40 Prozent dieses Vermögens schlummert auf Sparbüchern, Tages- und Festgeldkonten. Bei den Neuanlagen haben Sparbücher und Tagesgeld sogar knapp über 50 % Anteil. Dabei nimmt man einen Nullzins in Kauf. Mancher, der bestimmte Vermögenshöhen überschreitet, zahlt längst Negativzinsen. Die Ergebnisse zeigen sich an der Rendite. Während die Finnen hier an der Spitze liegen mit ungefähr 7 % Rendite, dümpelt der Deutsche bei mageren 2,3 % Rendite rum. Die Zahlen sind die Durchschnittsrendite aller angelegten Vermögenswerte. Würde man nur die Hälfte der Gelder auf Sparbüchern und Tagesgeldkonten sinnvoller investieren, könnte damit ein Zinsertrag von rund 200 Milliarden Euro im Jahr erwirtschaftet werden.

Leider kann ich nicht verlinken. Bin auf einer kostenpflichtigen Seite. Aber sicher finden sich die Zahlen auch irgendwo frei im Netz.
.


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BeitragThema: Re: Zinsenklau   06.01.18 17:21Eine Antwort erstellen

Die Verteilung ist ungleich, die reichsten zehn Prozent besitzen in Deutschland fast 60 Prozent des gesamten Nettohaushaltsvermögens.
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BeitragThema: Re: Zinsenklau   06.01.18 17:26Eine Antwort erstellen

Auch das ist richtig. Aber diese wirklich reichen Menschen bunkern keine 2 Billionen Euro auf Sparbüchern und Tagesgeldkonten. Dafür sind die Otto Normalos zuständig.
.


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BeitragThema: Re: Zinsenklau   06.01.18 21:28Eine Antwort erstellen

Ich denke, da die Deutschen, speziell die alten Jahrgänge, sich noch sehr gut an der letzten Geld-
Entwertung erinnern, und die Sparkasse einen Grundbetrag von ca. 20.000 Euro als sicher garantiert,
sie also das Geld lieber sicher wissen und nicht an mögliche Zinsen denken.
Da die Banken ja kaum noch Zinsen erwirtschaften, ist ihnen wohl der kleine Sparer noch als Kunde
willkommen.
Mein Uropa ging mit 30.000 Mark zum Kaufmann, fragte ihn, was kann ich denn dafür noch kaufen,
der Kaufmann sagte, ich kann dir noch ne Schachtel Streichhölzer dafür geben und auch das nur, weil
wir befreundet sind, denn die Abwertung ist nicht mehr kontrollierbar. Es war wohl das Jahr 1923
glaube ich.
.


Drum fürchte Gott und scheue niemand.
           


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BeitragThema: Re: Zinsenklau   06.01.18 21:40Eine Antwort erstellen

Max van Maier schrieb:
Die Deutschen Privathaushalte verfügen laut Bundesbank über ein Vermögen von mehr als 5,5 Billionen Euro.

Davon können beispielsweise für sich verbuchen:
26,4 Milliarden Euro - Beate Heisler + Karl Albrecht Junior
18,5 Milliarden Euro - Dieter Schwarz
20,9 Milliarden Euro - Georg Schaeffler
8,1 Milliarden Euro - Familie Otto
7,8 Milliarden Euro - Aloys Wobben
4,8 Milliarden Euro - Ralph Dommermuth
4,2 Milliarden Euro -Axel Oberwelland-
4,1 Milliarden Euro - Familie Viessmann
2,9 Milliarden Euro -- Kurt Krieger
2 Milliarden Euro - Sybill Storz
2 Milliarden Euro - Hermann Langness
1,9 Milliarden Euro - Klaus-Peter Schulenberg
1,3 Milliarden Euro - Thomas Bruch

und ca weitere 100 Milliardäre, wie Stefan Quandt, Heinz Hermann Thiele, Klaus-Michael Kuehne, Hasso Plattner, Udo & Harald Tschira, Reinhold Wuerth, Dietmar Hopp, Heinrich Deichmann, Walter Droege, August von Finck, Erivan Haub, Ludwig Merckle, Guenther Fielmann
Maria-Elisabeth Schaeffler, Wolfgang Marguerre, Andreas von Bechtolsheim, Karl-Heinz Kipp, Michael Herz, Wolfgang Herz usw. Danach kommen dann noch etliche Millionäre. Sie alle liegen damit schon etwas höher als 100.000 Euro, also den 5 % der Beteiligten.

Die Verteilung der Vermögen und Sparguthaben sah im Jahr 2014 so aus:

16% weniger als 1000 Euro
33% 1000 - 10.000 Euro
15% 10.000 -25.000 Euro
10% 25.000 - 50.000 Euro
6% 50.000 - 100.000 Euro
5% über 100.000 Euro

Fünf Prozent haben netto Schulden zwischen einem und 3000 Euro, fünf Prozent stehen sogar noch tiefer in den Miesen.

Also erzähl mir nichts über die ach so reiche Bevölkerung.



.


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BeitragThema: Re: Zinsenklau   07.01.18 13:06Eine Antwort erstellen

Also gut. Dann einigen wir uns. Die oberen Zehntausend oder Hunderttausend oder wieviele auch immer, besitzen alles und der Rest der Bevölkerung lebt in bitterster Armut, überlegt wie er die nächse Autoreparatur oder seine Heizkosten zahlen kann. Dann gestatte mir eine Frage, werte Luna. Warum wird sich dann über einen Nullzons so bitterlich aufgeregt? Hat doch niemand Geld, das er anlegen könnte? Ist es da nicht egal, ob 0, 10, oder 20 %? Niemand hat was. Niemand kann was anlegen. Aber die Zinsen sind zu niedrig? Für nichts gibts sowieso keine Zinsen. Wo ist denn jetzt das Problem? Den wirklich Reichen sind die Zinsen drissegal. Die bunkern kein Geld auf Sparbüchern oder Tagesgeldkonten. Die legen ihr Geld in anderen Anlagen an.


Ich öffne mir jetzt ein süffiges West Coast IPA. 6,3 %. Im Suff lässt sich die Jammerei viel besser ertragen. Kostet übrigens 3,30 € die 0,33 Liter Flasche. Aber ich kanns mir leisten. Gehöre offenbar zu den Reichen. Man, was hab ich für ein Glück!
.


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BeitragThema: Re: Zinsenklau   07.01.18 13:19Eine Antwort erstellen

Ich meine: Wenn man einen Vorhalt völlig verdreht und dann erst darauf entgegnet, dann desavouiert man sich selbst.
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BeitragThema: Re: Zinsenklau   07.01.18 13:23Eine Antwort erstellen


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BeitragThema: Re: Zinsenklau   07.01.18 13:38Eine Antwort erstellen

58% der Bevoelkerung haben zwischen 1000 und 50.000 Euro Sparguthaben(ohne Grundbesitz), das ist doch schon eine ganze Menge.Natuerlich haben die Reichen mehr Moeglichkeiten ihr Geld anzulegen bzw.thanks Panama Papers auch Steuern zu hinterziehen, welches auch reichlich innerhalb der EU moeglich ist.Und das muss ausgemerzt werden, denn das ist der Vorteil der Reichen den die weniger Begueterten nicht haben.
.


Ein Defizit ist, was man hat, wenn man weniger hat, als man hätte, wenn man gar nichts hat.
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mex
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BeitragThema: Re: Zinsenklau   07.01.18 14:08Eine Antwort erstellen

wie hoch ist die Anzahl der Rentner in Deutschland? ich verstehe nicht wie kommen die Zahlen zustande wenn die Durchschnittsrente bei 1300.- Euro liegt. Wenn kein Grundbesitz vorhanden ist müssen doch die Rentner Miete zahlen komisch dann kommt noch der Strom die Heizung und das Wasser hinzu- stimmt das alles nicht

ich bekomme auch nur den Rentendurchschnitt der wird sogar noch versteuert?
.


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BeitragThema: Re: Zinsenklau   07.01.18 14:44Eine Antwort erstellen

es gibt etwa 17 Millionen Rentner in Deutschland, davon bekommen 63% ihre Rente von der DRV plus weitere 8% erhalten zusaetzlich eine Betriebsrente.
Die persoenliche Situation haengt davon ab ob man sich frueh genug darum gekuemmert hat.Klaus, du bist aelter als ich, muesstest demnach prozentual/Prozentpunkte mehr erreicht haben als ich, verstehe nicht wie du dadurch nur die Durchschnittsrente erreichst, oder warst du laengere Zeit arbeitslos, krank?
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BeitragThema: Anmerkung an Max   07.01.18 15:23Eine Antwort erstellen

>Hat doch niemand Geld, das er anlegen könnte? >

Doch hat man, ich habe mein Geld auf dem Tagesgeldkonto gebunkert, ganz klassisch und dumm. Weiß Du auch warum? Weil ich diese Summe jederzeit verfügbar haben muss. Als junge Rentnerin und Besitzerin eines älteren Hauses muss ich stetig flüssig sein und kann nicht jahrelang darauf warten, dass mein Geld frei wird. Man könnte evtl. Verpflichtungen aufkündigen, aber das ist zumeist mit erheblichen finanziellen Nachteilen verbunden.
Dazu kommt: Was ich nicht verstehe, das kaufe ich auch nicht. Oft genug hört man, dass die Leute gerade von den sog. Beratern, ich nenne sie lieber Verkäufer, der Banken, angelogen und betrogen werden. Wer hat da noch Vertrauen. Nicht jeder kennt sich so gut aus, wie Du. Und nicht jeder ist so intelligent die Feinheiten, die oft sehr umfangreich sind, zu verstehen. Da gehe ich lieber auf Nummer sicher und behalte das, was ich habe, auch wenn es von Nachteil für mich ist, was ich habe, das habe ich.
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Luna
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BeitragThema: Re: Zinsenklau   07.01.18 16:56Eine Antwort erstellen

Max van Maier schrieb:
Die oberen Zehntausend oder Hunderttausend oder wieviele auch immer, besitzen alles und der Rest der Bevölkerung lebt in bitterster Armut, überlegt wie er die nächse Autoreparatur oder seine Heizkosten zahlen kann. Dann gestatte mir eine Frage, werte Luna. Warum wird sich dann über einen Nullzons so bitterlich aufgeregt? Hat doch niemand Geld, das er anlegen könnte? Ist es da nicht egal, ob 0, 10, oder 20 %? Niemand hat was. Niemand kann was anlegen. Aber die Zinsen sind zu niedrig? Für nichts gibts sowieso keine Zinsen. Wo ist denn jetzt das Problem? Den wirklich Reichen sind die Zinsen drissegal. Die bunkern kein Geld auf Sparbüchern oder Tagesgeldkonten. Die legen ihr Geld in anderen Anlagen an.


Ich öffne mir jetzt ein süffiges West Coast IPA. 6,3 %. Im Suff lässt sich die Jammerei viel besser ertragen. Kostet übrigens 3,30 € die 0,33 Liter Flasche. Aber ich kanns mir leisten. Gehöre offenbar zu den Reichen. Man, was hab ich für ein Glück!

Werter Max, niemand hat gesagt dass die 33 % der Bevölkerung  jammert. Da liest du zwischen den Zeilen ohne über die Fähigkeit zu verfügen. Wie meine Vorschreiberin aber erwähnte werden diese Rücklagen auch regelmäßig benötigt, die du vielleicht aus der Portokasse entnehmen kannst. Das bedeeutet nicht dass es den Menschen unbedingt schlecht geht, nur dass sie eben mehr die Ausgaben planen als irgendwelche Fondsanlagen. Es sei dir natürlich gegönnt auf der Sonnenseite des Lebens ganz ohne Überlegung und Planung ein West Coast IPA öffnen zu können, was immer das auch sein soll. Bei mir gibt es jetzt einen Kaffee.

Ach und das Problem, das du nicht erkennst, besteht darin, dass man auch für seine kleinen Rücklagen auf Sparkonten zu grauen Vorzeiten in denen wir Älteren schon gelebt haben, mal Zinsen bekommen hat.
.


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Max van Maier
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BeitragThema: Re: Zinsenklau   07.01.18 17:35Eine Antwort erstellen

Solo1 schrieb:
>Hat doch niemand Geld, das er anlegen könnte? >

Doch hat man, ich habe mein Geld auf dem Tagesgeldkonto gebunkert, ganz klassisch und dumm. Weiß Du auch warum? Weil ich diese Summe jederzeit verfügbar haben muss. Als junge Rentnerin und Besitzerin eines älteren Hauses muss ich stetig flüssig sein und kann nicht jahrelang darauf warten, dass mein Geld frei wird. Man könnte evtl. Verpflichtungen aufkündigen, aber das ist zumeist mit erheblichen finanziellen Nachteilen verbunden.
Dazu kommt: Was ich nicht verstehe, das kaufe ich auch nicht. Oft genug hört man, dass die Leute gerade von den sog. Beratern, ich nenne sie lieber Verkäufer, der Banken, angelogen und betrogen werden. Wer hat da noch Vertrauen. Nicht jeder kennt sich so gut aus, wie Du. Und nicht jeder ist so intelligent die Feinheiten, die oft sehr umfangreich sind, zu verstehen. Da gehe ich lieber auf Nummer sicher und behalte das, was ich habe, auch wenn es von Nachteil für mich ist, was ich habe, das habe ich.

Hallo Solo, lange nichts gehört von dir. Schönen Tag erstmal.

Hast du alle meine Beiträge gelesen in diesem Thread? Wenn ja, dann wäre dir vielleicht folgender Satz von mir in meinem gestrigen Beitrag aufgefallen: "Grundsätzlich gilt sowieso, beschäftige dich mit Geldanlagen und investiere nur in die Anlagen, die du selbst verstehst."


Es gibt, wie bei vielen anderen Dingen auch, bei Geldanlagen einige Regeln.

1. Investiere nur in Produkte, die du auch verstehst. Ich denke, dazu muss man nichts mehr sagen.

2. Man investiert nur Geld, auf das man (mindestens) mittelfristig verzichten kann. Es bringt nichts, sein gesamtes Vermögen in mittel- oder langfristigen Anlagen zu binden. Man sollte schon eine Summe X kurzfristig zur Verfügung haben.

3. Entscheide dich für ein Produkt. Ständig kaufen und verkaufen bringt nichts. Jede Order kostet eine Gebühr. Wer hier als Kleinanleger ständig hin und her wechselt, dem fressen die Gebühren die Rendite weg.

4. Denke nach, bevor du handelst. Handele mit kühlem Kopf. Einzelne Aktien können auch mal abstürzen. Ein gesamter Index kann mal nach unten gehen. Das ist an der Börse so. Wer meint, in einen überhitzten Markt einsteigen zu müssen, der kauft zu teuer. Wer bei sinkendem Kurs panisch verkauft, der riskiert Verluste. In den meisten Fällen ist abwarten die bessere Alternative. Denn genau umgekehrt wird gehandelt. Kaufe in der Krise und verkaufe wenn die Kurse hoch sind.

5. Streue deine Anlagen breit. Die in meinen Augen beste Anlageform für Kleinanleger sind zur Zeit die von mir beschriebenen ETF. Extrem breit gestreut. Der Absturz einer einzelnen Aktie macht sich kaum bemerkbar. Selbst wenn mehre Werte nach unten gehen, ist das ärgerlich, aber nicht dramatisch.


Diese 5 Punkte wird dir jeder seriöse Finanzberater erzählen. Vermutlich findest du sie auf unzähligen websites, die sich mit dem Thema befassen.

Und das wichtigste. Beschäftige dich mit deinen Anlagen. Dann verbrennst du auch kein Geld auf irgendwelchen Tagesgeldkonten.


Schönen Sonntag noch.
.


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