Luna Admin


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 | Thema: Was ändert sich 2011? 06/01/11, 09:04 pm | |
| Steuern und Zuschüsse
Ab 1.01.2011 gibt es weniger Elterngeld, zum Beispiel kriegen Eltern, die im Monat über 1.240 Euro netto verdienen, statt 67 Prozent nur noch 65 Prozent des letzten Nettogehaltes.
ALG-II-Empfängern zahlt der Bund keine Rentenbeiträge mehr.
Wer an der Arbeitsstelle keinen eigenen, festen Arbeitsplatz hat und zu Hause arbeitet (z.B. Lehrer), der kann im Jahr bis zu 1.250 Euro steuerlich absetzten.
Gleichgeschlechtliche Partnerschaften, die als Lebensgemeinschaft eingetragen sind, sind bei Erbschaften und Schenkungen Ehepaaren steuerlich gleichgestellt.
Bei Unterhaltszahlungen: Der Unterhaltsanspruch von Studenten steigt auf 670 Euro (vorher 640 Euro). Außerdem wird der Eigenbedarf von Unterhaltspflichtigen in den meisten Fällen erhöht. Ausnahme bilden die Arbeitslosen, hier bleibt die bisherige Höhe des Eigenbedarfs bestehen.
Versicherungen und Gesundheit
Der Arbeitnehmeranteil zur gesetzlichen Krankenversicherung erhöht sich um 0,3 Prozentpunkte auf 8,2 Prozent.
Der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung steigt von 2,8 auf 3 Prozent. (Erhöhung teilen sich Arbeitnehmer und –geber)
Kassenmitglieder müssen die steigenden Gesundheitskosten für Ärzte, Kliniken und Pharmaindustrie künftig allein tragen. Entstehende Finanzlücken müssen die Mitglieder dann über Zusatzbeiträge ausgleichen. Es gibt keine feste Obergrenze mehr.
Arzneimittelmarktneuordnungsgesetz ab 1. Januar 2011: Danach muss die Apotheke - wie bisher schon - ein verordnetes Medikament gegen ein preisgünstigeres austauschen, wenn Wirkstoff und Wirkstärke identisch sowie die Darreichungsform gleich oder austauschbar sind. Außerdem muss es neuerdings nur noch für mindestens ein gleiches Anwendungsgebiet zugelassen sein. Darüber hinaus reiche es künftig, wenn das Packungsgrößenkennzeichen (N1, N2, N3) gleich ist - unabhängig von der tatsächlichen Anzahl der Tabletten oder Kapseln.
Service
Ökostromumlage steigt von 1,5 Cent auf 3,5 Cent. – Verbraucher müssen beim Strompreis mit Aufschlagen von bis zu 14,4% rechnen.
Ab 1.03.2011 bis 2015 soll eine Packung Zigaretten jedes Jahr um 4-8 Cent mehr kosten.
Auch wer selbstgedrehte raucht, muss tiefer in die Tasche greifen: für eine 40g Packung Tabak soll die Steuer um 12-14 Cent steigen.
Wer an Geldautomaten fremder Banken abhebt, bekommt ab dem 15.01.2011 vorher angezeigt, was ihn das Geldholen kosten wird.
Die Lohnsteuerkarte wird von einem elektronischen Verfahren abgelöst.
Porto für Briefe und Postkarten im Inland bleibt im kommenden Jahr unverändert, aber für Briefe ins europäische Ausland wird’s teurer. Briefe in die übrige Welt sollen deutliche günstiger werden.
Ehrenamtliche Betreuer können 2011 Aufwandsentschädigungen bis zu 2.100 Euro im Jahr steuerfrei kassieren.
Arbeitsmarkt
Ab Juli 2011 entfällt die Wehrpflicht - an ihre Stelle tritt der Freiwilligendienst.
Reise
Ab 1. Januar 2011 bewirkt die Luftverkehrssteuer, dass die Preise für innerdeutsche Flüge und Kurztrips erhöht werden.
In Estland wird das Zahlen 2011 einfacher. Nach Slowenien, Zypern, Malta und der Slowakei wird der Euro auch nun in Estland offizielles Zahlungsmittel ab 1.01.2011.
Auto
Ab 1. Januar 2011 können 17-jährige bundesweit den Führerschein machen.
Ab dem 7. Februar 2011 müssen alle neuen Pkw- und Transporter mit sogenanntem Tagfahrlicht ausgestattet sein.
Der Biosprit Super E10 kommt an die Tankstelle – er enthält Ethanol – Beimischung. 90 Prozent der der Wagen können den Sprit vertragen.
Bis zu drei Autos sollen sich ab Sommer 2011 ein Autokennzeichen teilen können - allerdings darf immer nur eines mit dem Wechselkennzeichen in Betrieb sein.
Urlaubsknöllchen werden zu teuren Souvenirs. Nichtbezahlte Bußgelder aus anderen EU-Staaten werden künftig auch in Deutschland vollstreckt.
Autofahrer können sich auf mehrere Autobahneröffnungen freuen. So stehen z.B. ab Juni auf der Tauernautobahn A10 beide Röhren im Tauerntunnel zur Verfügung.
Wohnen
Neuvertragsmieten liegen oft 10 bis 40 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete.
Bei den jetzigen Mietern wird die Erhöhung vermutlich über Heizkosten und Gebäudesanierungen (z.B. Isolierungen) laufen.
Justiz
Die Sicherungsverwahrung wird grundlegend reformiert und auf schwere Delikte beschränkt. Die nachträgliche Sicherungsverwahrung wird grundsätzlich abgeschafft. Täter, die nach einem Straßburger Urteil vom 17. Dezember 2009 eigentlich freizulassen sind, sollen dauerhaft untergebracht werden können, wenn sie «psychisch gestört» sind. Ist die Freilassung nicht zu verhindern, sind elektronische Fußfesseln möglich.

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apro Foren-Ass


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 | Thema: Re: Was ändert sich 2011? 07/01/11, 12:55 pm | |
| Luna schrieb :
| Zitat: | Auto
Ab 1. Januar 2011 können 17-jährige bundesweit den Führerschein machen.
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Da sind die Jugendlichen plötzlich für fähig , aber wenn ein 17 jähriger/in eine Straftat begeht , werden sie wie Kinder behandelt.... |
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